Augenwischerei

Um zu verhindern, dass Mitglieder und Kunden merken, dass es sich nach erfolgter Fusion nicht mehr um ihre frühere Genossenschaft handelt, sondern um eine vollkommen fremde Genossenschaft, sind die Verantwortlichen auf die Idee der Dezentralisierung unter einem gemeinsamen Dach gekommen.
Hier ein Beispiel dazu:  Die Genossenschaftsbanken A, B und C haben sich mit der Genossenschaftsbank D geeinigt zu fusionieren.
Dazu wird verkündet, dass auch nach der Fusion alle beteiligten Banken auch weiterhin mit ihrem eigenen Namen am jeweiligen Standort ihren Geschäften nachgehen. Es würde sich wenig ändern, lediglich unter einem gemeinsamen Dach werde man künftig das Bankgeschäft tätigen.

Die Wahrheit sieht trotzdem anders aus (siehe nachstehende Grafik):
Wenn die General- oder Vertreterversammlung der Fusion zustimmt, hören drei Banken A, B und C auf zu existieren und gehen mit allem Vermögen, Mitgliedern und Kunden in der Volksbank Raiffeisenbank D eG auf.
Auch wenn diese ihren Namen in z.B. Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank ABCD eG ändert, bleibt sie dennoch noch immer die gleiche Genossenschaft wie vorher.
Mit diesem Trick wird den Mitgliedern der übergebenden Banken vorgegaukelt, Ihre eigene Bank würde unverändert weiter bestehen. Geleitet werden diese Niederlassungen jedoch ausschließlich von der Vorstandsetage der ehemaligen Volksbank Raiffeisenbank D eG, die sich lediglich in Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank eG umbenannt hat um es nicht zu auffällig werden zu lassen, dass sämtliches Vermögen und jeglicher Besitz der in Generationen von Mitgliedern der Banken A,B und C erwirtschaftet wurde, nun der Bank D gehört.
Bei der nächsten Fusion verschmelzen erneut zwei fast gleichgroße Genossenschaftsbanken, die daraus entstandene Bank hat dann statt vier, acht oder mehr Zweigniederlassungen. Dies setzt sich fort, bis es pro Bundesland z. B.  nur noch 2-3 große VR-Banken gibt, die das gesamte riesige Milliardenvermögen besitzen, das in Generationen von Mitgliedern in vielen tausenden kleinen Volks- und Raiffeisenbanken angespart wurde. Jede hat dann  mehr als 100 unselbständige Zweigniederlassungen die alle ihren ursprünglichen Namen tragen. Über das Milliardenvermögen entscheiden Verbände und denen willfährige Vorstände dieser wenigen Banken.

Die Dummen sind die mehr als 19 Millionen Genossenschaftsmitglieder, die durch Fusionen um ihr Genossenschaftsvermögen gebracht wurden und leer ausgehen. 
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